Stell dir vor, du liegst in deinem Bett. Bis eben hast du
noch tief geschlafen, doch jetzt sitzt du hellwach aufrecht. „Ich habe
verschlafen!“ ist der erste Gedanke, der dir durch den Kopf schießt. Hektisch
blickst du auf deinen Wecker und gleich darauf breitet sich das entspannende
Gefühl der Erleichterung in deinem Körper aus und alle Muskeln entspannen sich
wieder. Du bist zu früh aufgewacht. Langsam sinkst du zurück in dein warmes,
flauschiges Bett und schläfst wieder ein.
Nun stehst du am Bahnhof und der Zug fährt ein. Doch dies
ist kein beliebiger Zug; er wird dich an einen anderen Ort, in ein anderes Land
führen. Du löst dich aus den Umarmungen deiner Familie und stellst deine vielen
Gepäckstücke in den Zug. Der Zug fährt los und du fällst in einen unruhigen
Schlaf.
Du stehst an einem anderen Bahnhof. Gemeinsam mit deiner Mitfreiwilligen
und ihrer Familie wartest du auf den Anschlusszug. Der Zug kommt. Kurze Zeit
später sitzt du auf deinem Platz gemeinsam mit deiner Mitfreiwilligen.
Entspannung und Zufriedenheit umgeben dich. Du fühlst dich wohl.
Mit dem nächsten Halt kommen Anstrengung und Stress – es
gilt, die Gepäckstücke aus dem Zug zu verfrachten. Doch damit nicht genug. Nun
muss alles Gepäck über Umwege zu dem nächsten Bahnhof gebracht werden. Das
bedeutet einen langen, stufigen Weg. Zum Glück ist die Dritte im Bunde des FJAs
da und hilft, ebenso wie diverse Passanten. Gestresst schafft ihr es noch
rechtzeitig in den Zug. Endlich. Erschöpft sinkst du in den Schlaf.
Fertig. Zufrieden legst du dich in das Bett, welches für die
nächsten 11 Monate dir gehören wird. Du schaust dich um. Alles ist ausgepackt
und an seinen Platz gestellt. Bevor du ein Resumée aus diesem anstrengenden
sowie spannenden Tag ziehen kannst, überkommt dich das Gefühl der Müdigkeit und
du schläfst ein.
Atme ein. Atme aus. Du erwachst in deinem neuem Zimmer. Alles ist gut. Du fühlst dich wohl und startest zufrieden und gespannt in einen neuen Tag.
--------------------------------------------------------------------------------------------
Diese Traumreise handelt von meiner gestrigen Fahrt nach Rennes. Alles kommt mir noch sehr unwirklich vor, ich fühle mich, als wäre ich im Urlaub - Freizeit und Freiheit beschreiben meinen Zustand. Ich freue mich darauf, übers Wochenende die Stadt zu erkundigen und Zeit mit den anderen Freiwilligen zu verbringen! Gespannt und zuversichtlich bin ich auf meinen ersten Arbeitstag am Dienstag, vor allem auf die Kinder - hoffentlich erkennen sie mich wieder :)
Mein neues Zimmer habe ich eingerichtet und fühle mich sehr wohl. In dem Freiwilligenhaus hat man die Freiheit, alles so gestalten, wie es einem gefällt, sodass mein Zimmer im Laufe des Jahres hoffentlich noch bunter und mehr "Eva" wird :)


