Urlaub III: Als Deutsche in Großbritannien Französisch
sprechen
Mittwochs ging es für mich wie gesagt zurück nach Rennes,
wo ich meinen Koffer packte und zu Gildas ging. Da dieser von Mai bis September
in Berlin arbeiten wird, verbrachte ich die letzten zwei Schulwochen bei ihm.
Donnerstags und freitags gingen wir nach Jersey, eine
Insel, die schon zu Großbritannien gehört
(Zeitumstellung nicht vergessen!),
jedoch nur eine Stunde von St. Malo (Bretagne) entfernt ist. Mit Fahrrädern und meiner fancy Polaroid ausgestattet nahmen wir die Fähre. Angekommen auf englischem Boden
radelten wir los, doch sowohl unsere kaputten Fahrräder, komisch
ausgeschilderte Wege als auch englisches Wetter (also Regen) machten
uns einen Strich in die Rechnung. Fazit: Statt gemütliche 20 fuhren wir über 50km im strömendem Regen und unsere
einzige Motivation war das Hotel, dass uns mit Dusche und super bequemen Bett erwartete. Freitags bekundigten wir
(dieses Mal ohne Fahrräder) St. Hélier und Umgebung, aßen in einem Restaurant
(Hectors Fish & Chips), in dem uns warmherzig ein „romantic place for those
lovely french people“ angeboten wurde. Ach ja, Höhepunkt unseres Urlaubs war für mich, als ich gefragt wurde, ob
ich Französin bin – was leider auch heißt, dass mein Englisch mittlerweile
ziemlich schlecht ist…
Zurück auf „Heimatboden“ gingen wir noch auf eine soirée,
bevor wir ins Bett fielen und samstags um 16 Uhr aufwachten.
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| Noch ist das Wetter gut! |
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| Unser Startpunkt ist im Süd-Westen Jerseys. |
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| Von dort aus ging es steil bergauf, Richtung Norden.. |
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| ...und weiter nach Norden. |
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| Ganz stolz stellte ich mich mit meiner Polaroid auf die Fähre, neben all den Menschen mit Spiegelreflex! |
Ungeziefer
Aus den Ferien ging es dann direkt wieder in den Schulalltag. Da für mich die Ferien
nicht wirklich Erholung bedeutet haben, war der Schulbeginn für mich, als hätte
es die Ferien nicht gegeben. Da ich nun außerhalb Rennes wohnte, hieß das auch
jeden Morgen früher aufstehen...Nachdem
wir das Wochenende nach den Ferien bei einer Familie verbrachten, überkam mich wieder ein ungutes Gefühl. Seit
meiner ersten Bekanntschaft mit Läusen bin
ich ein kleiner Hypochonder, wenn mich auch nur einmal ein Jucken überfällt, doch ich
hatte (leider) Recht. Anscheinend bin ich ein attraktiver Wirt für diese
Ungeziefer und obwohl Behandlung mit Anti-Läuse-Shampoo und Lavendelöl zu deren Abschreckung hatte ich sie danach immernoch/schon wieder. Also her mit dem Shampoo (dieses Mal zwei Mal). Mein Wochenende verbrachte ich mit Wäsche waschen, sowohl von dem ersten als auch dem zweiten Läusebefall. Ich liebe meine Arbeit im Kindergarten, aber da wir zur Zeit wieder ein Läuseproblem haben,
bin ich nun etwas vorsichtiger.
Ausflug
Letzte Woche war Christi Himmelfahrt. In Frankreich gibt es
allerdings keine Pfingstferien, sondern nur Christi Himmelfahrt als Feiertag,
sodass sowohl Donnerstag als auch Freitag (Brückentag) frei waren. Da Steffi
mit einer Freundin unterwegs war und Lise Besuch hatte, beschloss ich, nach
Dinan zu gehen. Dinan besteht zu einem Teil aus einer historischen Innenstadt, umgeben von Mauern. Mit blablacar war ich innerhalb einer Dreiviertelstunde da und
verbrachte den ganzen Tag mit Wandern. Ohne Steffi mit ihrem krassen Orientierungssinn, verirrte ich mich oder
lief Wege doppelt, doch letzten Endes war es ein wunderschöner Tag, Sonnenbrand
(24°C!!) und schmerzende Füße inklusive.
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| Die Kirche St. Sauveur, direkt neben dem Englischen Garten |
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| Die eigentliche Hauptattraktion - Bretonen haben doch Witz ;) |
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| Ein Ausblick auf den Hafen Dinans! |
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| Eine alte Straße führt zum Hafen. |
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| Ausblick auf einen Teil der Innenstadt |
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