Montag, 9. Mai 2016

~19/2~ Die drei Us: Urlaub, Umzug, Ungeziefer! Teil 2


Urlaub III: Als Deutsche in Großbritannien Französisch sprechen

Mittwochs ging es für mich wie gesagt zurück nach Rennes, wo ich meinen Koffer packte und zu Gildas ging. Da dieser von Mai bis September in Berlin arbeiten wird, verbrachte ich die letzten zwei Schulwochen bei ihm.
Donnerstags und freitags gingen wir nach Jersey, eine Insel, die schon zu Großbritannien gehört (Zeitumstellung nicht vergessen!), jedoch nur eine Stunde von St. Malo (Bretagne) entfernt ist. Mit Fahrrädern und meiner fancy Polaroid ausgestattet nahmen wir die Fähre. Angekommen auf englischem Boden radelten wir los, doch sowohl unsere kaputten Fahrräder, komisch ausgeschilderte Wege als auch englisches Wetter (also Regen) machten uns einen Strich in die Rechnung. Fazit: Statt gemütliche 20 fuhren wir über 50km im strömendem Regen und unsere einzige Motivation war das Hotel, dass uns mit Dusche und super bequemen Bett erwartete. Freitags bekundigten wir (dieses Mal ohne Fahrräder) St. Hélier und Umgebung, aßen in einem Restaurant (Hectors Fish & Chips), in dem uns warmherzig ein „romantic place for those lovely french people“ angeboten wurde. Ach ja, Höhepunkt unseres Urlaubs war für mich, als ich gefragt wurde, ob ich Französin bin – was leider auch heißt, dass mein Englisch mittlerweile ziemlich schlecht ist…
Zurück auf „Heimatboden“ gingen wir noch auf eine soirée, bevor wir ins Bett fielen und samstags um 16 Uhr aufwachten.

Noch ist das Wetter gut!

Unser Startpunkt ist im Süd-Westen Jerseys.

Von dort aus ging es steil bergauf, Richtung Norden..

...und weiter nach Norden.
Ganz stolz stellte ich mich mit meiner Polaroid auf die Fähre, neben all den Menschen mit Spiegelreflex!


Ungeziefer

Aus den Ferien ging es dann direkt wieder in den Schulalltag. Da für mich die Ferien nicht wirklich Erholung bedeutet haben, war der Schulbeginn für mich, als hätte es die Ferien nicht gegeben. Da ich nun außerhalb Rennes wohnte, hieß das auch jeden Morgen früher aufstehen...Nachdem wir das Wochenende nach den Ferien bei einer Familie verbrachten, überkam mich wieder ein ungutes Gefühl. Seit meiner ersten Bekanntschaft mit Läusen bin ich ein kleiner Hypochonder, wenn mich auch nur einmal ein Jucken überfällt, doch ich hatte (leider) Recht. Anscheinend bin ich ein attraktiver Wirt für diese Ungeziefer und obwohl Behandlung mit Anti-Läuse-Shampoo und Lavendelöl zu deren Abschreckung hatte ich sie danach immernoch/schon wieder. Also her mit dem Shampoo (dieses Mal zwei Mal). Mein Wochenende verbrachte ich mit Wäsche waschen, sowohl von dem ersten als auch dem zweiten Läusebefall. Ich liebe meine Arbeit im Kindergarten, aber da wir zur Zeit wieder ein Läuseproblem haben, bin ich nun etwas vorsichtiger.

Ausflug


Letzte Woche war Christi Himmelfahrt. In Frankreich gibt es allerdings keine Pfingstferien, sondern nur Christi Himmelfahrt als Feiertag, sodass sowohl Donnerstag als auch Freitag (Brückentag) frei waren. Da Steffi mit einer Freundin unterwegs war und Lise Besuch hatte, beschloss ich, nach Dinan zu gehen. Dinan besteht zu einem Teil aus einer historischen Innenstadt, umgeben von Mauern. Mit blablacar war ich innerhalb einer Dreiviertelstunde da und verbrachte den ganzen Tag mit Wandern. Ohne Steffi mit ihrem krassen Orientierungssinn, verirrte ich mich oder lief Wege doppelt, doch letzten Endes war es ein wunderschöner Tag, Sonnenbrand (24°C!!) und schmerzende Füße inklusive.  

Die Kirche St. Sauveur, direkt neben dem Englischen Garten
Die eigentliche Hauptattraktion - Bretonen haben doch Witz ;)
Ein Ausblick auf den Hafen Dinans!

Eine alte Straße führt zum Hafen.
Ausblick auf einen Teil der Innenstadt

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