Mittwoch, 23. Dezember 2015

~14~ Wie viel Eva-Potential besitzt du? // Zwischen Umzugschaos und Weihnachtsvorbereitung



Test: Wie viel Eva-Potential besitzt du?

1. Samstagabend, der 28.11.: Pierre, der Freund von Louise, schmeißt eine Houseparty. Ja, nein, vielleicht? Wichtig: Davor gehst du noch mit den Mädels von der Kirche auf den Weihnachtsmarkt.
a) Ja! Wir können nicht schon wieder das ganze Wochenende Zuhause rumgammeln.
b) Nein. Ich liebe meinen Schlafi und das canapé ist so bequem…
c) Vielleicht. Irgendwie hab ich schon Lust, aber kommt drauf an, wie die Motivation bei Lise und Steffi ist.

2. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Was machst du nach der Kirche?

a) Dadurch, dass ich so wenig geschlafen hab, mach ich erst mal eine laaaange Sieste.
 
b) Feierlich zünden wir die erste Kerze unseres selbstgemachten Adventskranz an und essen gemeinsam. Danach werden die Adventsgeschenke verteilt und aufgerissen.
c) Gemeinsames Essen in der Stadt!


3. Lise und du seid traurig, da ihr bald umzieht. Zum Trost wollt ihr euch einen Kuchen backen, doch euch fehlt die wichtigste Zutat: Schokolade! Was tut ihr?

a) Keine Schokolade = weniger Kalorien = Perfekt!           
 
b) Wir fahren mit dem Fahrrad zum Carrefour und kaufen Schokolade. So machen wir auch Sport! 
c) Kuchen ohne Schokolade? Das ist unmöglich; wir plündern die Schokolade aus Evas fancy Disney Princess Adventskalender!

4. Es ist Zeit für die Sieste. Deine Kinder bitten dich,  ihnen eine Geschichte vorzulesen. Wie reagierst du?
a) Vergiss es, ich schlafe lieber.
b) Natürlich lese ich ihnen eine Geschichte vor, wozu bin ich sonst da?
c) Theoretisch ja, aber ich muss noch Geschenke häkeln… Sie dürfen mir dabei zuschauen.

 5. Oh nein, ihr zieht am Freitag um! So langsam solltest du anfangen zu packen! Wie ist dein System?
a) Ich beginne, meine Kleider zu sortieren: brauche ich für die nächsten zwei Wochen / für nach den Ferien / für den Sommer / gar nicht. Doch bei der Kategorie „gar nicht“ werde ich nostalgisch und lasse diese letztendlich weg. Wer weiß, vielleicht brauche ich meine Schneeschuhe ja, obwohl es in der Bretagne fast nie schneit…

b) Klares System bei den Kleidern:  brauche ich für die nächsten zwei Wochen / für nach den Ferien / für den Sommer / gar nicht. Bei meinem restlichen Zeug gehe ich genauso vor.

c) System? Ne, ich mach es wie Steffi und schmeiße alles querfeldein in meinen Koffer und meine Pakete.

6. Es ist Donnerstagabend (3.12.). Wie verbringst du deinen letzten Abend im alten Haus?
a) Ich schlendere durch die Barstraße in Rennes und betrinke mich hemmungslos.

b) Ich schließe mich in mein Zimmer ein, schalte das Licht aus, zünde meine Kerzen an und höre lautstark „All by myself“ in Dauerschleife, während ich mich in den Schlaf weine.

c) Letzter Abend, Familienabend. Wir kaufen uns zwei XL-Pizzas und setzen uns gemeinsam aufs Canapé wie wir es immer tun.

7. Freitag (4.12.) früh. Na, alles schon gepackt?
a) So ziemlich, aber sicherheitshalber stelle ich mir meinen Wecker etwas früher, sodass ich gemütlich alles zusammenpacken kann.

b) Ja. Ich stelle mir meinen Wecker trotzdem etwas früher und fange gemütlich an zu packen, bis mir dann auffällt, dass die Zeit nicht reicht. Das Ergebnis: Ich komme gut 10 Minuten zu spät und vollkommen außer Atem zur Arbeit.

c) Fleißig wie ich bin habe ich alles schon am Mittwoch gepackt – das heißt ausschlafen!

8. Nachdem du den ganzen Nachmittag damit verbracht hast, eine super coole cabane mit den Kindern zu bauen, heißt es endlich WOCHENENDE! Da du noch nie in dem neuen Haus warst, gilt es nun, gemeinsam mit Steffi zum ersten Mal dorthin zu fahren.
a) Wir wissen nur die Haltestelle, in deren Nähe sich das neue Haus befindet. Typisch französisch cruist ihr mit den Fahrrädern durch die Gegend und findet relativ schnell den richtigen Weg.

b) Deutsch sein heißt perfekt vorbereitet sein! Ihr habt euch die Route schon vor einer Woche rausgeschrieben und kommt ratzfatz in eurem neuen Zuhause an.

c) Ihr kennt so grob die Richtung und fahrt im Mario-Style auf gut Glück los. Eure Unterhaltung besteht dann nur noch aus: „Faut qu’on fasse demi-tour“ (Wir müssen umkehren) und „Courage, on va y arriver!“ (Durchhalten, wir kommen schon irgendwann an)

 9. Trautes Heim, Glück allein – oder mit Louises und Marios Arbeitskollegen am Freitagabend (4.12.) gemütlich zusammensitzen?
a) Ich bin schrecklich müde, ich werde früh schlafen gehen.

b) Ja, lass was starten! Danach will ich noch die Gegend erkunden, um zu wissen, wo genau ich bin (wichtig: Apotheken für Steffi!)

c) Ich bin dabei, allerdings bleibe ich nicht so lange, weil ich müde bin.

 
10. Samstag, der erste Tag im neuen Haus. Was machst du?
a) Zuhause alles gemütlich auspacken und einkaufen gehen.

b) Mein Tag ist total durchgeplant: Einkaufen, Frühstücken mit Lise und Steffi, danach zum Decathlon (ein Wunder, mein Fahrrad ist schon wieder kaputt), ein Abonnement für einen „Fahrrad-Parkplatz“ machen, noch mal einkaufen, auf ein Gratis-Evenement im Schwimmbad gehen (wir haben noch kein warmes Wasser Zuhause, also ist das die perfekte Gelegenheit, eine heiße Dusche zu nehmen!), danach im Burgerrestaurant essen…und um nicht zu vergessen: zwar haben wir keine Tickets für das Trans-Musical in Rennes (eins der größten Music Festivals Frankreichs) bekommen, allerdings gibt es eine andere Aktivität, „Bars en Trans“, d.h. dass es Live-Musik in verschiedenen Bars gibt.

c) Ich schlafe erst mal aus, dann essen wir gemütlich und schlendern in der Stadt rum. Abends gehen wir aufs Trans Musical und feiern bis zum Morgenrot!

 
11. Nachdem du eine sehr kurze und sehr kalte Dusche genommen hast, bietet dir eine Mitarbeiterin an, bei ihr ein Bad/eine Dusche zu nehmen. Nimmst du an? Wichtig: Danach triffst du dich zum ersten Mal mit „deinem“ Pizzaboten / Tandempartner!

a) Ach was, ich hab vor zwei Tagen zuletzt geduscht, ein Tag mehr oder weniger macht nichts.
b
) Ein Blick in den Spiegel reicht – eine Dusche ist fällig. Aber ich muss noch die Schule putzen und ob ich danach noch Zeit hab?
c) Dazu sag ich nicht nein! Ein warmes Bad mit viel Badeschaum, Duftkerzen und Musik wäre perfekt.

12. Du hast dich abends mit „deinem“ Pizzaboten / Tandempartner getroffen. Wie wars?

a) „Meine Stimme ist weg, sodass ich von allen ausgelacht werde, weil ich nur noch flüstern kann.“ – Reicht das als Antwort?
b)  Es war total komisch, wir haben uns hauptsächlich angeschwiegen. Ich glaube nicht, dass wir uns noch mal treffen werden.

c) Richtig schön, wir haben total lang geredet. Verantwortungsbewusst wie ich bin, bin ich allerdings vor Mitternacht nach Hause gegangen, da ich am nächsten Tag arbeiten musste.

13. Super, du bist mal wieder krank. Nachdem du dir übers Wochenende zahlreiche Medikamente (natürlich nur homöopathisch) reinschmeißt, geht es dir am Dienstag (15.12.) gut genug, um in die Schule zu gehen. Wie reagieren die Kinder auf dich?

a) „Beeerk, Eva war krank, ihre Bazillen sind überall, haltet Abstand zu ihr!“
b) Die Kinder rennen schreiend auf mich zu, umarmen mich so stark, dass ich mich hinsetzen muss, um nicht umzufallen. Später sagt mir ein Kind: „Tu m’as manqué, tu m’as manqué toute ma vie!“ (Du hast mir gefehlt, du hast mir mein ganzes Leben lang gefehlt!).

c) Ein, zwei Kinder rennen auf mich zu, der Rest ist beschäftigt mit cabanes bauen, malen, streiten, weinen…

14.Und wie sieht dein Mittwoch (16.12.) aus?
a) Da „Je suis fatiquée!“ (Ich bin müde!) zurzeit dein Lebensmotto ist, machst du dir einen gemütlichen Tag Zuhause mit den Mädels.
b) „Je suis fatiguée!“, aber ich muss meine Sachen für die Ferien und den Umzug packen, damit es nicht so stressig wird wie letztes Mal.

c) „Je suis fatiguée!“, aber gemütlich deutsch brunchen und danach den ganzen Nachmittag Black Ops 1 geeken anstatt Weihnachtsgeschenke zu kaufen ist einfach zu verlockend ;)

15. Am Donnerstag (17.12.) ist die Weihnachtsfeier in der Schule. Was trägt der Kindergarten bei?
a) Wir haben mit den Kindern einen Tanz mit Tüchern eingeübt.

b) Wir spielen die Geschichte von Maria, Josef und Jesus nach.

c) Wir haben Hefezopf nach Mamas Rezept für alle gebacken.

16. Da euer Freitagabend schon verplant ist, macht ihr am Donnerstagabend das Familienessen mit Mario und Louise.
a) Jeder kocht etwas aus seinem Heimatland, sodass wir am Ende ein deutsch-französisch-spanisches Buffet haben. Ihr macht Spätzle mit Linsen und für die Nichtvegetarier gibt es Speckwürfel dazu.

b) Wir gehen gemeinsam in die Stadt, essen Galettes und setzen uns danach gemütlich in eine der Bars, die du mittlerweile kennst.

c) Es gibt typisch französisch Käsefondue mit Wein und Baguette. Danach wird gewichtelt (Du zerstörst dein Geschenk gleich)

17. Letzter Schultag!! Leider hat sich die Lehrerin an der Weihnachtsfeier den Fuß so stark verletzt, dass die Schule ausfällt – das bedeutet gleichzeitig, dass fast alle jüngeren Geschwister nicht in den Kindergarten gehen, sondern Zuhause bleiben, sodass ihr fünf Kinder habt. Was macht ihr?
a) Wir machen den gewöhnlichen Tagesablauf: Vormittags in den Wald, Mittagessen, Sieste, freies Spielen. Das Besondere ist allerdings, dass es ein Weihnachtessen gibt: Weihnachtssuppe, Nudeln nach dem Rezept der „Weihnachtsmutter“ und Weihnachtsbäume. Es ist wie ein Familienessen, wir singen Weihnachtslieder und lachen total viel. Die Kinder haben einige Freiheiten, weil es unser letzter Schultag ist.

b) Der ganze Tag steht im Zeichen von Weihnachten: Wir dekorieren den Weihnachtsbaum, backen Plätzchen, trinken Kinderpunsch (die Franzosen kennen sowas gar nicht!), spielen die Weihnachtsgeschichte nach, malen Bilder als Weihnachtsgeschenke…

c) Da wir nur so wenige sind, ist nachmittags kein Kindergarten, sodass die Eltern ihre Kinder nach dem Weihnachtsessen abholen.

18. Tanzend und jubelnd hüpfen Élise und du durch den Kindergarten: FERIEN! Nachdem ihr die Schule aufgeräumt habt, holt dich dein Chauffeur ab und ihr geht Geschenke einkaufen. Was machst du abends mit Élise, Lise und Steffi?
a) „JE SUIS FATIGÉE!“ Ein gemütlicher Mädelsabend mit Girlyfilmen und Tassenkuchen (natürlich Schokolade) ist die perfekte Feier für uns.

b) Party! Es gibt wie jedes Wochenende zahlreiche Veranstaltungen und zum Glück haben wir noch Tickets ergattert!

c) Wir schauen uns ein Feuerspektakel an, essen Crêpes und setzen uns in eine Bar. Danach machen wir uns auf den Weg zu einer Party; da wir sie nicht finden, gehen wir zu uns nach Hause und machen es uns dort gemütlich.

 
Auflösung: 1a 2b 3c 4c 5a 6c 7b 8a 9c 10b, 11c, 12a, 13b, 14c, 15c, 16c, 17a, 18c

 Ergebnis:

0-5 richtige Antworten: Du scheinst Eva nicht ausreichend zu kennen, doch das lässt sich ganz leicht ändern: Triff dich mal mit ihr, am besten irgendwo, wo es Essen gibt (Special Geheimtipp: Eva liebt es, zu kochen, also kocht doch gemeinsam. Wichtig: Eva ist Vegetarierin!), und unterhalte dich mit ihr. Einige Gesprächsthemen: Essen, Musik, Frankreich, ihr Hund Coco bzw. alle Tierarten…

6-13 richtige Antworten: Nicht schlecht, das Verhaltensmuster von Eva ist dir nicht unbekannt und zugegeben, die Fragen waren teilweise etwas schwieriger. Beim nächsten Test schneidest du vielleicht besser ab!

14-18 richtig Antworten: Herzlichen Glückwunsch, du kennst Eva wirklich gut, gehörst du zu ihrer Familie, bist du Lise/Steffi oder hast du einfach nur geraten? Schreib Eva, dass du glorreich den Test gemeistert hast!

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Ganz Rennes ist weihnachtlich dekoriert - so sieht das Viertel von Sainte-Anne aus!
 

Nach Ewigkeiten melde ich mich mal wieder, da wir im neuen Haus (Steffis und mein „Zwischenstopp“) noch kein WLAN haben…

Die Umzugswoche war wirklich vollgepackt und anstrengend für uns alle, vor allem für Mario und Louise, die fleißig alles in dem alten Haus zusammengepackt und in das neue Haus verfrachtet haben. Wir hatten eine knappe Woche kein warmes Wasser, d.h. wir hatten teilweise 11°C IM Haus. Da Steffi und ich die Meisterinnen der Krankheiten sind und wir zu dritt in einem Zimmer schlafen, folgt auf einmaliges Husten/Schnäuzen nachts immer: „Hey, ist deine Nase auch so verstopft?“  und dann quatschen wir noch etwas – zum Glück hat Lise einen wahnsinnig tiefen Schlaf!

Und was sagt die Wohnungssuche? Um es kurz zu machen: Ja, wir haben eine Wohnung, in die wir nach den Ferien einziehen. Sie liegt im Zentrum Rennes und hat einen großen Garten, den wir mit den anderen Bewohnern (alles Studenten) teilen. Hört sich bis jetzt ganz gut an, aber das „Appartement“ besteht aus einem Flur, auf dem sich die „Küche“ und ein „Esstisch“ befinden, einem kleinen Bad und zwei kleinen Zimmern. Nachdem wir Vergleiche wie: Das Wohnzimmer im alten Haus ist so groß wie unser neues Appartement hatten und überzeugt davon waren, dass unser Appartement wirklich so klein ist, waren wir am Mittwoch noch mal dort und zu unserer Erleichterung ist es doch größer als gedacht, sodass wir beruhigt umziehen können.

Zwar liebe ich meistens meine Arbeit mit den Kindern und ich fand die Weihnachtsfeier sowie das gemeinsame Essen wirklich schön und rührend, aber wir sind alle ferienreif, sodass sich meine Trauer in Grenzen hält.

Am 20. bin ich zu meiner Schwester Franzi nach Freiburg gefahren, um Zeit mit ihr zu verbringen. Leider hat das nicht so gut geklappt, da Franzi noch ihr Ref hatte, sodass sie bis zum Dienstag in der Schule war. Bei ihr haben wir dann auch das Geschenk meiner Kindergartenkinder an mich entdeckt: Läuse! Juhuu, ich hab mich riesig gefreut und Franzi ist fast ausgetickt, so toll fand sie meine Läuse, da wir zusammen in einem Bett geschlafen haben und sie dadurch an diesem großzügigen Geschenk teilhaben durfte ;) Unsere ausländischen „Freunde“ haben wir Zuhause erfolgreich beseitigt und jetzt ist alles gut!  

Ich hab meine Familie total vermisst, was mir erst jetzt in Deutschland auffällt. Deshalb verbringe ich Silvester dieses Jahr zum ersten Mal seit Langem mit meiner Familie – meine Mama hat zu diesem Anlass extra ein neues Raclette gekauft („Ich hab fleißig Treuepunkte bei Kaufland gesammelt, jetzt gönnen wir uns ein neues Raclette!“). Ja, Familie!
Ich weiß nicht, wann ich mich das nächste Mal melde, da wir in der neuen Wohnung kein WLAN haben.

Frohe Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr! <3
 

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