Sonntag, 8. November 2015

~12~ Paris, mon amour!



Wieso ist Paris so berühmt? 


Ganz einfach, weil die Stadt sich einen Namen gemacht hat! Es gibt so viele schöne Städte in Frankreich, doch Paris hat es geschafft, die Stadt Nummer 1 zu werden und Touristen aus der ganzen Welt anzulocken!

Hier einige Gründe für den Aufstieg der Stadt:


Die gigantischen, von Menschenhänden erschaffenen Gebäude lassen einen vor Ehrfurcht erzittern, verleihen das Gefühl, minuscule zu sein, doch zugleich ist man erstaunt von der Architektur, der Größe und der Geschichte. Das einzige Wort, das einem in diesen besonderen Momenten einfällt, ist „holy!“. Einige Beispiele für diese „holy!“ – Momente sind der Louvre, das Musée d’Orsay, die Kirche Notre Dame sowie Sacre Coeur.
Diese Sehenswürdigkeiten können auch mit dem Touribus oder einer Fahrt auf der Seine bestaunt werden.
Der Louvre

Musée d'Orsay

Notre Dame


Sacre Coeur



Die Seine
Schlechtes Selfie während der Seine-Fahrt
Die berühmteste Sehenswürdigkeit ist jedoch der Eiffelturm, der zum Wahrzeichen der Stadt Paris geworden ist. Doch nicht nur bei Tag ist der Tour d’Eiffel sehenswert; bei Nacht ist er wie die anderen Sehenswürdigkeiten beleuchtet, die Besonderheit: Zu jeder vollen Stunde zwischen 19h-02h „funkelt“ der Eiffelturm für einige Minuten und verleiht der Stadt einen magischen und romantischen Glanz. Der Eiffelturm behält seinen Charme auch, wenn es neblig und kühl ist: dann sieht man die zwei Scheinwerfer des Eiffelturms ihre Runden durch die Wolken ziehen. Dieser Schein ist bis in die Zone 5 von Paris sichtbar.




Ein weiteres Spektakel ist die Aussicht vom Arc de Triomphe („holy!“ – Moment) bei Nacht. In der Dunkelheit sieht man die Straßen, die sternenförmig von dem Gebäude ausgehen, sowie den Eiffelturm und einige andere Gebäude. Der etwas anstrengende Aufstieg bis zu der Plattform ist diesen Anblick eindeutig wert - ein Bild reicht nicht aus, um das Gefühl zu beschreiben, welches man oben fühlt. 

Das bindende Glied der Sehenswürdigkeiten ist die Metro, korrekt ausgedrückt, die 16 Metros sowie zahlreiche Busse und RERs. Für Touristen ist das System verschickt und verwirrend, vor allem, wenn sie aus einer Stadt wie Rennes kommen, die eine Metro und ein paar Busse besitzt. Doch mit Guides (siehe unten) ist auch diese Hürde überwindbar.
Überall in Paris gibt es Parks und Naherholungsgebiete, die einladen, sich Baguettes, Camembert, Pain au Chocolat und Gemüse zu kaufen und dort zu snacken. Danach kann man gestärkt den Tagesausflug fortführen.

Snacking-Ort irgendwo in Paris

Paris ist wahrlich eine Stadt magnifique, die mit ihrem Charme überzeugt und verzaubert. Doch jeder Ort besitzt Ecken und Nischen, die in keinem Touristenführer zu finden sind. Deshalb ist es von Vorteil, die Stadt mit „Einheimischen“ zu erkunden – nicht nur, um diese Anti-Touri-Orte zu finden ohne sich in Paris zu verirren. Guides sind vor allem für ihren unschlagbaren Humor und ihre Art, zu begeistern, berühmt. Bei dieser Atmosphäre vergisst man schmerzende Füße und das Bedürfnis, zu nappen.

-------------------------------------------------❤-------------------------------------------

Vom 16.-23. Oktober waren Lise, Steffi und ich in Paris. Der eigentliche Grund dafür war der viertägige Kongress der französischen Waldorfschulen und –kindergärten. Doch da der Kongress dieses Mal viel kleiner ausgelegt war als letztes Jahr hatten wir Freiwilligen wenig Programm und konnten somit die Zeit in Paris mit einigen anderen Freiwilligen genießen. Drei der Freiwilligen meines Vorbereitungsseminars wohnen in der Schule, in der der Kongress stattfand, sodass ich bei ihnen wohnen durfte. Ein weiterer lebt direkt in Paris und auch Freiwillige aus dem Elsass und Avignon sind den Weg nach Paris angetreten. Paris ist wirklich eine wunderschöne Stadt, doch ohne die anderen Freiwilligen wäre sie weitaus weniger attraktiv gewesen. Wir haben sehr viel gemeinsam erlebt und jeder einzelne Tag war perfekt, sodass wir abends höchst zufrieden und müde ins Bett gefallen sind und schnell ratzen konnten.
Es war allerdings auch das erste Mal, dass ich von Lise und Steffi getrennt war (über einen Tag!!!!), was für uns, so verschickt es auch klingt, total schlimm war, obwohl ich die Zeit mit den anderen Freiwilligen wirklich genossen habe. Das Vermissen wurde aber durch liebevolle Gedichts-SMS und Anrufe gemildert und mir ist erneut bewusst geworden, wie glücklich ich mich schätzen kann, mit den beiden mein FJA zu verbringen.

Vor dem Eiffelturm - wie es sich für Touris gehört ;)


Dass ich erneut nach Paris fahre, ist schon beschlossen, ebenso, dass die Freiwilligen uns in Rennes besuchen kommen, um sich Galettes zu gönnen. Ach ja, die kursiv geschriebenen Wörter sind all diejenigen, die wir uns während Paris voneinander angewohnt haben ;)
-------------------------------------------------------------------------------------------

Ich bin erst jetzt dazu gekommen, diesen Blogeintrag zu schreiben, da die zweite Ferienwoche auch vollgepackt war z.B. mit dem Besuch von Le Mont Saint Michel (Hinfahrt classic und girly mit der Pferdekutsche) und einem weiteren Tagesausflug nach Saint-Malo!

Kutschenfahrt mit Le Mont Saint Michel im Hintergrund
Die Landschaft ist pittoresk - Watt gemischt mit reißenden Flüssen. Auch Wattwanderungen in Begleitung eines Guides sind möglich.


Am Montag hat die Schule wieder begonnen und ich war sehr froh, die Kinder wieder zu sehen und bin gar nicht aus dem „ich will euch alle knuddeln“ – Modus raus gekommen  - verschickt, oder?
Nächsten Mittwoch ist Sankt Martin: für uns heißt das, viele Laternen und Brote für das Fest vorzubereiten! Ich freue mich schon und bin gespannt, wie das Fest in einer Waldorf-Einrichtung in Frankreich aussieht im Vergleich zu staatlichen Grundschulen in Deutschland!






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen